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Regine Marxen

Visual Storytelling meets Mobile: das Dreamteam

Seit Mittwoch hat die dmexco in Köln Ihre Pforten geöffnet – und die Dichte der geäußerten Trendprognosen für das Marketing- und Kommunikationsbusiness steigt.  Miriam Rupp gab Ihre Trendprognose bereits im Vorfeld ab: Storytelling bleibt präsent – und goes Mobile. Was heißt das für die Branche? Die Zukunft lautet Visual Storytelling.

Klassisches Storytelling ist tot. Lang lebe das Storytelling

Das klassische Storytelling basierte auf Unternehmensmythen und inszenierte die Marke als Helden der Geschichte und treibenden Faktor. Das funktionierte lange. Menschen mochten und mögen Geschichten mit Identifikationspotential.  Storytelling ist ein beliebtes und erfolgreiches Tool im Content Marketing. Es schafft Identifikation mit der Marke. Es schafft Aufmerksamkeit. Es schafft Relevanz. Aber die Generation Selfie, jene, die quasi mit dem Handy in der Hand groß wird, insistiert einen Perspektivwechsel. Im Fokus der Geschichte steht der Konsument selber. Also der Mensch. Wir erinnern uns an den Coca Cola Spot mit dem sexy Handwerker, der vor den Augen der nicht wenig begeisterten bis erregten Büromitarbeiterinnen seine Limonade trinkt? Diese Art von One Way-Storytelling wird heute abgelöst durch dynamisches Storytelling. Geschichten, die aus mehren Perspektiven erzählt werden, die den Konsumenten in den Mittelpunkt rücken, ihn engagen. Perfekt für die Verbreitung in sozialen Netzwerken. Storytelling ist nicht überholt oder gar überflüssig, nur müssen Geschichten heute anders erzählt werden.

Die Zukunft? Visual Storytelling

47 Prozent aller Facebook User nutzten im Jahre 2015 Facebook ausschließlich auf mobilen Geräten (eMarketer 2015).  Der mobile Sektor wächst. Das verändert Surf- und Lesegewohnheiten. Unter den Content-Spielarten gewinnen Bewegtbild-Formate an Bedeutung. Dieses Medium passt einfach optimal zu Mobile Devices. In Videos lassen sich Geschichten und Markenbotschaften zeitgemäß transportieren. Visual Storytelling wird in Zukunft innerhalb der Content Marketing Strategien eine wichtige Rolle einnehmen. Eine unangenehme Nebenerscheinung bei Trends in den Socials ist, dass man dort beim Umsetzen jener nie alleine ist. Um aus der Flut der Mitbewerber herauszustechen, sind innovative Lösungen gefragt.

Visual Storytelling. Marken werden zum Erlebnis. Und erlebbar.

AR und VR sind die Stichworte. Sie sind schon jetzt wergweisend und zeigen auf, wie vielfältig Kommunikation sein wird. Die Grenzen des Storytellings werden aufgebrochen: Der Konsument und User wird selber zum Protagonisten einer Story oder nimmt die Perspektive eines solchen ein. Beispiel: A walk through Dementia, eine Initiative der Alzheimer's Research UK. Brands werden erlebbar. Sei es in Form von Games, Short Stories oder auch in 360 Grad Videos. Mit diesen Möglichkeiten steigen auch die Optionen, Konsumenten zu engagen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Visual Storytelling neben dem Überraschungs- und Erlebnischaracter vor allem eines sein: authentisch.

Visual Storytelling. Authentizität zählt. Auch wenn's nervt.

Authentisch sein nervt. Wenig stellt Marken und Ihre Kommunikation vor eine so große Herausforderung wie der Anspruch auf Authentizität. Brands sind Kunstprodukte; Waren, die mit Image und Werten emotionalisiert und connected werden. Das war schon immer so. Aber schöne Bilder mit perfekten Menschen, siehe den Coca Cola Mann, ziehen nun mal nicht mehr. Der Konsument sucht Glaubwürdigkeit. Deshalb spielen Influencer derzeit in der Branche eine tragende Rolle, die sich in den kommenden Monaten noch ausweiten dürfte. Der richtige Markenbotschafter wirkt glaubwürdig, hat ein eigenes Profil und funktioniert nicht über die Marke selber. Sondern über die eigene Person. Das wirkt authentisch und überträgt sich im Idealfall auf die Marke. Volle Punktzahl. Dass die Schar der Influencer immer größer wird und nicht jeder von Ihnen den Invest lohnt, wie es jüngst André Krüger postulierte, stimmt.  Aber das ist ein eigenes Thema. Es bleibt die Tatsache, dass der gezielte Einsatz von Influencern in der Kommunikationsstrategie ein durchaus geeigneter Kunstgriff sein kann, um die Markenreputation in den Augen der User zu heben..

Last but not least: Der Siegeszug Snapchats zeigt, wie ungeheuer signifikant dieser Faktor geworden ist. Diese App funktioniert live, Fotos und Videos werden in Echtzeit produziert. Vorgefertigte Imagefilme sind nicht Teil des Konzepts von Realityformaten und Vergänglichkeit. Diese Form der direkten Kommunikation holt die User ab. Auch Marken erkennen zunehmend das Potential dieser visuellen Darstellungsform und präsentieren sich auf Snapchat. Zudem die App Ihnen mit der Memory Funktion jetzt weitere Möglichkeiten in der Kommunikation einräumt.

Fazit: Visual Storytelling ist die Zukunft, Hand in Hand mit der stetig wachsenden Bedeutung des mobilen Sektors. Die Herausforderung wird sein, technologische Innovationen zielführend einzusetzen und an den Möglichkeiten, den Konsumenten als Held der Story zu installieren, zu feilen. Hier sind die Kreativen gefragt. Leichter wird's nicht. Dranbleiben ist wichtiger denn je. Aber spannend bleibt es auf jeden Fall.

 

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