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Klartext: Wie Xing Kontrolle über die Causa Tichy zurückbekommt

Große Aufregung im Social Media-Land: Roland Tichy ist heute als Herausgeber des redaktionellen Formates “Klartext” vom Karrierenetzwerk Xing zurückgetreten, nachdem ein Text auf seinem Blog “Tichys Einblicke” zu starker Kritik und in der Folge zu Kündigungen von XING-Mitgliedschaften führte.

Im Netz entbrennt nun eine Diskussion, inwieweit dieses Social Media Phänomen als “Kampagne” - so nennt es Roland Tichy selbst - oder als Schwarmeffekt gewertet werden soll, bei dem die Summe von persönlichen Entscheidungen eine unkontrollierte Lawine bildet.

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Die Reaktion von Tichy und XING ist Social Media in voller Schönheit. Die Frage ist nun: Wie kann XING die Kontrolle über sein Produkt “Xing News” wiedererlangen?

Wer von seinen Kunden aufgefordert wird, eine Haltung einzunehmen, wie XING am Wochenende und vor ihnen die Agentur Scholz & Friends in einer ähnlichen Debatte, und dem dadurch geschäftlicher Schaden droht, möchte schnell und unbeschadet aus einer überhitzten Diskussion rauskommen. Dazu gehören innere & äußere Klarheit.

Innere Klarheit erlangt man durch nüchterne Berechnung, welche Reaktion kurz- und langfristig Sympathien bringt oder Abonnenten kostet. Positioniert man sich entlang der Lager oder als Moderator in der Mitte? Ist es riskanter zu kommunizieren oder angeraten, die Luken zu schließen und zu warten, bis der Sturm vorübergezogen ist.

Äußere Klarheit entsteht dadurch, Verantwortung zu übernehmen oder klar zu delegieren. Scholz & Friends hat sich in einem ähnlichen Fall klar positioniert, indem sich das Unternehmen hinter seinen Mitarbeiter gestellt, seine Aktion aber eindeutig als “privat” kommuniziert hat.

Klartext. Den bräuchte es jetzt.

Roland Tichy “ist einer der renommiertesten Journalisten Deutschlands und hat uns entscheidend geholfen, Xing Klartext aufzubauen”, erklärt XING in einem kurzen Statement. Und führt fort, dass es sich dabei “um ein Debattenformat, das vom Prinzip der Rede und Gegenrede lebt (handelt), das kontroverse Debatten ermöglicht und so Meinungsblasen vermeidet.” Das Format, das Roland Tichy für XING etabliert hat, wäre das geeignete Mittel, um die Diskussion zu versachlichen.

Mein Rat: XING sollte die Debatte an sich ziehen und die Verantwortung an Roland Tichy und den Urheber des Shitstorms, den Berliner Social Media Berater Mathias Richel übergeben.

Klartext: Tichy vs. Richel

Ich empfehle XING, eben diese eigene Form der Kommunikation zur Positionierung zu nutzen. Es wäre das geeignete Mittel, um die Diskussion mindestens zu moderieren. Im Idealfall könnte XING der Ort werden, an dem sich die Debatte versachlicht und weitergeführt wird. Würde mich nicht wundern, wenn das zumindest XING News, dem redaktionellen Teil des Netzwerkes zu dem auch Tichys “Klartext” gehörte, einen gehörigen Schub verpassen könnte.

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