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Hart Steuerbord - warum US-Verlage trotz Erfolge in Social Media das Ruder herum reißen.

Der US-Verlag “The Atlantic” hat in den letzten Jahren jede technische Innovation in Sozialen Medien mitgemacht. Facebooks “Instant Articles” genauso wie Googles Pendant “Amplified Mobile Pages”, mit denen die Internetgiganten Inhalte für ihr Publikum optimiert darstellen und teilweise selbst vermarkten. Erfolgreich war diese Strategie obendrein. In den letzten Jahren konnte “The Atlantic” seine Artikelreichweite um 20 Prozent und den Umsatz daraus um 30 Prozent steigern. Trotzdem heißt es auf der Brücke des Verlagsflaggschiffs nun “Kurs hart Steuerbord”.

Erfolg in Social Media kann die Marke schädigen.

“Plötzlich fanden sich unsere Inhalte überall. Allerdings vereinzelt und nicht mit einem klaren verlegerischen Absender versehen. Wir litten unter dem eigenen Erfolg ”, Sam Rosen, Marken-Chef von “The Atlantic”

Der vordergründig große Erfolg in sozialen Medien war teuer erkauft. Die publizistische Marke “The Atlantic” verschwand hinter den Mauern der Sozialen Netzwerke und wurde unsichtbar - der Verlag drohte seine wichtigste Beziehung zu verlieren, die des Lesers zur Marke.

Dieser Entwicklung versuchen, Sam Rosen und sein Team mit einer Offensive zur Leser-Rückgewinnung entgegen zu wirken. Abonnenten von “The Atlantic” erhalten exklusive Inhalte, wie Newsletter der Chefredaktion oder Video-Chats mit Fachredakteuren.

Der harte Strategiewechsel könnte Signalwirkung entfalten und ist ein Vorgeschmack auf die strategischen Diskussionen in europäischen Verlagshäusern.

Hier geht es zum lesenswerten Artikel „How The Atlantic is scrambling to keep readers on its own side" von Lucia Moses auf digiday.com.

 

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