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Regine Marxen

Facebook Update: Pages verlieren an Reichweite

Wir haben's  nicht wirklich in der Hand, was Facebook uns in unserem Newsfeed zeigt – und was nicht. Zuckerberg ist Herr unserer Inhalte. Das müssen wir hier nicht diskutieren. Für den User ist das oft ärgerlich, für Unternehmen richtig blöd. Das Spiel mit der Kommunikation macht schließlich nur Spaß, wenn der Content den Leser auch erreicht. Mit dem aktuellen Update wird das Spiel um eine Top Platzierung im News Feed der anvisierten Zielgruppe noch ein wenig schwerer. Pages werden an Reichweite verlieren. Warum? Das lest Ihr hier. 

Jetzt hat Facebook nicht nur das neueste Update bekannt gegeben, sondern zum ersten Mal die goldenen Regeln hinter seinem Algorithmus erklärt. 

Update: "Friends and family come first"

  • Facebook verschiebt seinen Fokus: Content von Freunden wird dem von Seiten vorgezogen. Fotos und Posts von Freunden oder Familie, deren Inhalte wir oft liken, werden priorisiert. 
  • Content, der informiert, wie Events, VIP-News oder Storys, erscheint an zweiter Stelle im Feed. Der Nutz- und Mehrwert spielt eine Rolle, beispielsweise bei Rezepten. 
  • Let us entertain you: Content, der unterhält, hat im Kampf um eine gute Position im Feed einen klaren Vorteil. Virale Hits, lustige Fotos: Hauptsache, es langweilt den Leser nicht. 

 

Was ist wichtig? "A platform for all Ideas"

  • Nein, natürlich entscheidet Facebook laut Eigenaussage nicht, was wichtig ist für die Welt. Stattdessen braucht Content Aussagekraft – aus Sicht des Users. Heißt: Facebook wertet die Interessen aus und programmiert so den Algorithmus. Beispiel: Klicke ich vermehrt auf politische Inhalte, erscheint dieser in meinem Feed. Unabhängig von meiner persönlichen Einstellung. Sehe ich das, was ich lesen will, bleibe ich länger im Feed. Logisch.

 

Word! "Authentic communication"

  • Genuiner Content schlägt PR-Sprech-Posts oder Unternehmenswerbung. Schon aus Eigeninteresse: Facebook will ja nicht langweilen! Siehe oben.

 

Du hast die Macht. "You control your experience"

  • Verberge ich Content bestimmter Seiten oder Personen, wird Facebook mir in Zukunft weniger Inhalte jener Urheber und Verfasser im Newsfeed zeigen. Und zack ist man raus aus dem Feed.

 

Back to the roots. Mehr Freunde, weniger Seiten

Facebook selber argumentiert, das Update würde den Kern der eigenen Vision spiegeln: Es geht um die Vernetzung von Menschen, nicht von Institutionen. Der Schritt, deren Content an erster Stelle im Feed zu positionieren, ist nur logisch. 

 

Fazit: Jetzt geht es um die Qualität. Oder so. 

Die Facebook PR-Maschine ist angeworfen. Denn es gibt schon wieder einen noch besseren Feed als je zuvor. Laut eigener Aussage wird der Algorithmus zugunsten engerer Kontakte ausgerichtet. Wichtige Menschen, Ihre Urlaubsbilder, Ihre Selfies.

Was das für die organische Reichweite von Marken- und Spaßseiten auf Facebook bedeutet, ist abzusehen: Ihre Reichweite wird wieder einmal niedriger werden.

Ob sich die nervigen Werbe-Call2Actions für Seitenbetreiber, deren 95% Angabe auch noch meist offensichtlich falsch ist, nun auch noch verdoppeln, wurde leider nicht verkündet.


Unser Tipp: Abwarten und sich mit wichtigen Menschen treffen. Im Cafè. Live und in Farbe.

Mehr Infos gewünscht? Schaut mal hier rein.

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